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Wahlkampf

Foto: Mühlhausen / LANDPIXEL.DE

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  • 05.01.2017

Landwirtschaftliche Themen nicht für Wahlkampf ausschlachten

Planungssicherheit sei das wichtigste, was Ackerbauern und Tierhalter in Niedersachsen derzeit bräuchten, sagt der Landvolkpräsident Werner Hilse im Angesicht der Themen, die sich Niedersachsens Agrar-Minister Christian Meyer zum Auftakt seines Vorsitzes in der Agrar-Ministerkonferenz vorgenommen hat. Dazu Hilse in einer Pressemitteilung von Landvolk Niedersachsen: „Es wird die Landwirte extrem verunsichern, was der Minister zu den Themen Tierhaltung, Pflanzenschutz und Mengenregulierung bei Milch fordert. Sämtliche angesprochenen Themen müssen mit Bedacht und auf Basis wissenschaftlicher Fakten bearbeitet und nicht als Schnellschuss für den Wahlkampf ausgeschlachtet werden.“ Hilse wünscht Minister Meyer „unbedingt mehr Fingerspitzengefühl“, ansonsten würde er die landwirtschaftlichen Betriebe überfordern, an einem Punkt an dem er schon öfter zur Zurückhaltung gemahnt habe.

Was beim Ei funktioniert, muss beim Fleisch nicht funktionieren

Hilse stellt klar: „Immer neue Forderungen belasten die Landwirte und in Zeiten desolater Preise für Agrarprodukte wird der Strukturwandel dadurch nur weiter vorangetrieben.“ Nicht klar sei dem Präsidenten, wie sich Niedersachsens Agrar-Minister eine Kennzeichnung von Fleisch vorstelle: „Was bei Eiern funktioniert, das muss bei in der Produktgruppe Fleisch und Fleischwaren noch lange nicht funktionieren. Die Kennzeichnung ist weitaus komplexer, ein Ei wird schließlich als Ganzes verkauft, im Segment Fleisch und Fleischwaren sind es hunderte verschiedenartiger Teilstücke und Produkte.“

Hilse weiter: „Bei sämtlichen Kennzeichnungspflichten dürfen keine Wettbewerbsnachteile für die deutschen Landwirte entstehen. Immerhin bewegt sich der Minister mit seinen Forderungen auf Bundesebene anstatt wie bisher immer nur die niedersächsischen Landwirte mit seinen Forderungen zu überfrachten.“ Der Landvolkpräsident  weist in der Pressemitteilung zudem die Kritik am überhöhten Einsatz von Pflanzenschutzmitteln deutlich zurück.

Kritik am überhöhten Einsatz von Pflanzenschutzmitteln zurückgewiesen

Nicht mehr Mittel ein, als sie zur Gesunderhaltung ihrer Bestände unbedingt benötigten, setzten die Ackerbauern ein: „Zum einen arbeiten sie auf Basis der guten Landwirtschaftlichen Praxis, die seit drei Jahren auch durch Pflanzenschutz-Sachkundelehrgänge ständig nachgewiesen werden muss, zum anderen sind diese Mittel schlicht sehr teuer.“ Wenn der niedersächsische Agrar-Minister Meyer zum Beispiel die Zulassung von Glyphosat auf Basis wissenschaftlicher Fakten entscheiden möchte, dann könne er dies nur unterstützen. Denn dann wäre die Zulassung außer Frage.

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